Unheilvolle Wahl 2021

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Kann aus den Vorgängern Die richtige Wahl 2021 und Die falsche Wahl 2021 ein befriedigendes und endgültiges Fazit gezogen werden, welches einen beruhigt in die Wahlkabine treten lässt?

Das wahrnehmbare Parteiengefüge hat sich über die Jahre nur unwesentlich verändert. Hingegen sind die Auswirkungen ihrer Politik weitreichend negativ. Inhaltlich wird die Nase zwar schnell nach populären Strömungen ausgerichtet, Worte und Taten unterscheiden sich aber mehr als je zuvor. Es lässt sich ein regelrechter Wettkampf im Verdrehen von Worten beobachten. Begleitet von dem verwerflichen Trend uns Bürgern damit stets ein schlechtes Gewissen einzureden. Alles sei schließlich nur zu unserem Besten und/oder ganz nach unseren Wünschen. Zu den bereits herrschenden Belastungen der Menschen wird ihnen nun auch noch die Verantwortung für sämtliche Entwicklungen aufgebürdet. Diese neue Art der Darstellung und des Umgangs ist infam. Bei solchen Vorbildern verwundert die Verrohung der Gesellschaft nicht.

Versprochen gebrochen sind wir zu unserem Leidwesen inzwischen gewohnt. Politik ist aber längst zum ungenierten Lügen übergegangen. Vorhaben werden populistisch beworben, während in den Texten dann verklausuliert das Gegenteil steht. Was wir und dieses Land wirklich dringend wieder brauchen, sind Volksvertreter, die sich diese Bezeichnung ehrlich verdienen und redlich bemühen wollen. Woher nehmen, ist die Frage der Stunde, denn selbst klauen können wir nirgends welche. Behalten wir jedoch den eingeschlagenen Schlingerkurs bei, kann sich jeder ausmalen, dass Zukunft düster wird. Vergleichbar, als bekäme man ein völlig verschimmeltes Essen vorgesetzt. Aktuelle Politik ist bereits ungenießbar. Wer stoisch die Parole weiter so ausruft oder seine Hoffnung auf Augen zu und durch legt, verweigert seinen Gehirnzellen ihre Arbeit zu erledigen.

Ohne die Kleinstparteien verunglimpfen zu wollen, scheint am Ende nur ein Feld für das alles entscheidende Kreuz übrigzubleiben. Ob aber die Partei Die Linke eine gute, richtige, bessere oder die beste Wahl ist, darf nicht einfach unkritisch angenommen werden. Vielmehr liegt auch hier einiges im Argen. Nun ließe sich anführen, die letzten Jahrzehnte haben eindrucksvoll bewiesen das Schlimmer geht immer zutrifft, allerdings unter annähernd gleichen Parametern. Inwieweit sich diese Aussage bei linker Beteiligung bestätigt, sollte zuerst herausgefunden werden, bevor man sie abstraft.

Es braucht den schon erwähnten Mut, um das Steuer für einen Wandel herumzureißen. Mit den Entscheidungen der letzten Wahlen haben wir es uns stetig selbst schwerer gemacht. Aber genauso liegt es in unseren Händen diesen Fehlkurs zu stoppen. Fortlaufend fadenscheiniger und scheinheiliger Aktionismus, lässt uns nur haltlos herum schlingern. Ein schier endloses Siechtum droht uns, wie uns die #Coronakrise zu fürchten lehren sollte. Wie es sich letztlich entwickelt, werden wir erleben.

Unerbittlich gefriert unsere Gesellschaft. Alleine der Erhaltungstrieb sollte verhindern sein Kreuz gedankenlos zu vergeuden. Wachsender Egoismus wird uns vermehrt aufeinander losgehen lassen. Mehr denn je brauchen wir einander. Wir müssen enger zusammenrücken. Verkehrt ist, dieses nur national zu betrachten und zu betreiben. Eine lebenswerte Zukunft auf einem intakten Planeten ist nur gemeinsam als große Symbiose erfolgreich. Sozial eben und dafür steht derzeit nur eine Partei.

Das Leben hält keine Garantien parat. In Ermangelung von relevanten Alternativen darf nun aber nicht an bequemen Gewohnheiten festgehalten werden. Immer wieder gegen dieselbe Wand laufen, öffnet keine neuen Türen. Es ist Aufgabe von uns Wählern und Wählerinnen diese Veränderungen in die Wege zu leiten. Zugleich Recht, als auch Verpflichtung.

Fazit? Geht falscher als falsch? Gibt es ein gutes schlecht? Die Linke sollte wenigstens einmal die Chance bekommen, um zu zeigen, dass sich mit ihr das Klima ändert – nicht nur das in der Luft.

Und wenn alle Stricke reißen, landet das Kreuz eben bei der Die Partei und setzt damit ebenfalls ein deutliches Statement. Basta.

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