System reformieren oder scheitern

Gemeinsam die Gier überwinden, bevor sie uns tötet.

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Evolution ist der Motor dieser Welt. Alles Leben auf diesem Planeten folgt diesem Automatismus. Ziel aller Bemühungen ist überleben. Um dieses zu gewährleisten ist Wandel, also die permanente Anpassung an die Gegebenheiten, die einzig funktionierende Möglichkeit. Da alles auf dieser Erde lebt und miteinander verwoben ist, stellt jedes Ausscheren aus diesem Gefüge eine Gefahr für selbiges dar. Stillstand ist eine davon. Das grundsätzliche Antriebsprinzip des Entwickelns – Ursache und Wirkung – zu missachten, eine weitere. Treffen beide zusammen, hat dies katastrophale Folgen für alles Leben.

Der Mensch ist offenbar nicht in der Lage, sich dieses vorzustellen. Unbeirrt klassifiziert man sich als Zentrum dieser Welt und erhebt damit den Anspruch alles tun zu dürfen, was dem eigenen Wohlgefallen dient. Ohne natürliche Feinde können aber nur wir selbst die Ursache aller Gefahren sein. Als gigantischer Schmarotzer sind wir dabei, unseren Wirt zu töten und damit zwangsweise uns selbst. Beharrlich wird sich dieser Erkenntnis verweigert. Wie schützt man daher eine Spezies, die als einzige fähig ist, sich selbst zu vernichten, vor sich selbst?

Vom Höhlenmensch zum Mondfahrer bezeichnet die Menschheit mit stolzer Brust als Entwicklung ihrer Art. Was für ein Irrglaube. Bequemlichkeit ist keine Entwicklung. Wohlstand hat mit Entwicklung überhaupt nichts zu tun. Reichtum und die hierfür immer kompromisslosere Ausbeutung, hat nur insofern etwas mit Entwicklung zu tun, als dass es das genaue Gegenteil ist. Es ließe sich als lupenreine Minus-Entwicklung bezeichnen. Ausrottung als Ergebnis menschlichen Handelns ist keine Entwicklung.

Wir Menschen haben unsere Existenz unter das Diktat eines von uns erschaffenen, künstlichen Abgotts gestellt: Geld. Hingebungsvoll opfern wir dieser seelenlosen Missgeburt alles, ohne Rücksicht auf Verluste. Doch eben diese bedrohen wiederum unsere Existenz. Das System hat unser Denken aber derart verstümmelt, dass wir die Gefahren ausblenden. Niemand will von den Schäden, die wir anrichten, wissen. Natürlich gibt es Ausnahmen. Doch gerade an den entscheidenden Positionen wird ohne jede Einsicht am bestehenden Fehlkurs festgehalten.

Das unser aller Leben bedrohende System kann nur von Innen heraus, mit den von ihm geschaffenen Mitteln, aufgebrochen werden. Die Menschen müssen aus ihrem Wachkoma aufgerüttelt und die vom System in den Köpfen errichteten Grenzmauern eingerissen werden. Jeder Mensch wird mit offenem Denken geboren. Das System kann dies nicht auslöschen, nur hinter dicken Mauern verstecken, weshalb unsere Sichtweise auf systemkonforme Aspekte reduziert wird. Auf diese Weise sorgt das System dafür, dass wir dessen Fehler ignorieren. Wir verstümmeln uns selbst, um unser Fehlverhalten zu ertragen. Was für eine Idiotie.

Sich gegen das System stellen ist nicht nur eine Herkulesaufgabe, sondern konfrontiert einen mit einem erbarmungslosen Gegner. Ein Mensch mit Werten gegen ein System ohne solche, scheint eine aussichtslose Konstellation zu sein. Bei klein gegen groß drängt sich das Bildnis David gegen Goliath auf. Passt jedoch nur entfernt, denn dessen märchenhaftes Ende scheint auf die Realität bezogen eine utopische Fiktion zu sein. Zutreffender wäre da schon Don Quixote, mit ähnlich widerborstigen und standhaften Gegnern, denen offenbar nicht beizukommen ist.

Allerdings geht es bei re-form.eu um keinen Kampf. Schon gar nicht gegen das System, dessen Basis der Kampf bis in widerwärtigste Ausprägungen ist und das sein Schlachtfeld bis ins Detail kennt. Ein solcher wäre in der Tat ebenso töricht wie vergeblich. Das Blog zielt auf die Verursacher ab, die es initiierten und am Laufen halten: Menschen. Es appelliert an den Intellekt aller. Insbesondere eben diesen wieder aktiv und eigenständig zu benutzen.

Ganz nach dem Prinzip allen Lebens, Ursache und Wirkung, gilt es Zusammenhänge aufzuzeigen. Hier wird der Spiegel hochgehalten, auf dass das hässliche Gegenüber ein Umdenken anstößt. Denn falsches Handeln offenzulegen, deckt zugleich richtiges mit auf. Sind schließlich zwei Seiten ein und derselben Münze.

Beim aktuellen System liegt die schlechte Seite oben. Warum also nicht umdrehen? Genau darin liegt die Herausforderung. Selbstverständlich ist eine andere Lebensweise möglich, aber sie ist verdeckt und das jetzige System unternimmt alles, um diesen Zustand zu bewahren. Es wurde viel investiert, damit sich alles fügt, wie wir es kennen. Klar sollte sein, dass wir uns in einer Diktatur befinden. Gemäß ihrer Struktur ist diese Form stets unpolitisch. Unweigerlich herrscht daher auf der anderen Seite ebenfalls eine. Während derzeit jedoch das Dogma kein Respekt regiert, versieht dort logischerweise dessen Gegenspieler seinen Dienst: Respekt. Im Übrigen sind Verantwortung und Wahrheit Teilmengen davon, weshalb beide in dieser Welt vergeblich zu suchen sind. Erübrigt sich die Frage nicht automatisch, welche Seite vorzuziehen ist?

Bewiesen wurde, dass die Menschheit formbar ist. Aufgabe kann nur sein, sie davon überzeugen, dass sie auf der verkehrten Seite der Medaille agieren und eine Neuformatierung möglich ist. Um die notwendige Aufmerksamkeit und Wirkung erzielen zu können, mangelt es allerdings an Reichweite und Kapazitäten. Laut und schnelllebig dreht sich das Karussell. Es braucht geeignete Werkzeuge, die hier mithalten, um die Menschen ihrer Fesseln gewahr werden zu lassen und sie aus ihrer Lethargie zu befreien.

Warum die Menschen dann am aktuellen System festhalten und hier im unausweichlichen Elend verharren? Angst oder mangelndes Vorstellungsvermögen? Eines vieler Paradoxen, denen sich das Blog widmet.

Drängt sich da eine Förderung nicht geradezu auf?

Die üblichen Spenden mögen das Gewissen beruhigen (ehrlich?), ändern aber was? Genau, nichts.

Nicht Sinn oder Aussicht für eine Systemreform sollte die Frage sein, sondern ob es nicht langsam wirklich ernsthaft Zeit wird, den aktuellen Fehlkurs zu korrigieren? Apropos Zeit: wir wissen längst, dass wir Menschen uns diese zum Gegner gemacht haben. Die Herausforderungen sind immens. Sie aber nicht anzunehmen heißt zu scheitern und dieses bewusst in Kauf zu nehmen. Diesen Selbstbetrug gilt es aufzuhalten.

Noch ein unwiderlegbares Argument für eine Förderung des Blogs.

Nachvollziehbar begünstigt dieses Blog keine neumodischen Schmarotzer-Dienste, sondern setzt auf bewährte, altmodische Methoden. Mühsam und kompliziert? Kaum, vielleicht inzwischen ungewohnt, dafür respektvoll, weil die Daten nicht unkontrolliert in der ganzen Welt verteilt werden.

Nun aber flott Kontakt aufnehmen, um die Bankverbindung abzufragen.